„Wer Wien liebt, kauft in Wien ein!“ lautet eine Kampagne der Wiener Wirtschaftskammer zur Stärkung der lokalen Wirtschaft in Zeiten von Corona. Denn während Online-Anbieter und große Supermarktketten von den wiederkehrenden Lockdowns profitieren, ächzen die lokalen Händler unter der langanhaltenden Belastung. Kleinen Geschäften fällt es mitunter schwer, Einbußen auszugleichen oder sich alleine durch „Klick and Collect“ über Wasser zu halten – zumal ihre Stärke oft in der individuellen Beratung der Kund*innen liegt.
Im Floridsdorfer Marktviertel gibt es ganz viele individuelle, kleine Geschäfte mit einer reichen Auswahl. Damit sie gut über die Runden kommen, sind auch sie auf Kund*innen angewiesen, die das lokale Einkaufsangebot nützen.
Frau Lackstätter etwa musste ihren kleinen Stand für Haushaltswaren bereits zum vierten mal schließen (was ihr besonders in der Vorweihnachtszeit wehtat, da sie 1000+ verschiedene Keksausstecher führt), während große Supermärkte sehrwohl Haushaltswaren weiter anbieten durften. Was viele nicht wissen: Bei Frau Lackstätter gibt es wirklich ALLES! Vom Krapfenwender über den Miniatur-Emaille-Topf, Silikon-Schaber und Garkörbchen in allen Formen und Größen findet man hier, wonach man sonst lange suchen müsste, Beratung inklusive!
Ein paar Schritte weiter führt das Flokistl eine reiche Auswahl an kreativen und liebevoll gestalteten Geschenk-, Wellness- und Gaumenfreudenartikeln. Wer ein Präsent für die Freundin, das Geburtstagskind, den frisch gebackenen Papa, den Wien-Besuch oder die Nachbarin fürs Blumengießen sucht, wird hier fündig. Das Flokistl mit seinen regional produzierten Waren nimmt einem jeden Grund, auf die Mahü oder die SCN auszuweichen. Inhaberin Silvia Friedl unterstützt auch gerne bei der Auswahl!
Ein paar Shops weiter führt ihr Mann Wolfgang das legendäre Gewürzgeschäft Ben Condito. Hier gibt es originell zusammengestellte Gewürzmischungen, die man in keinem Supermarktregal findet (man probiere das Avocado-Topping!), sowie Ausgefallenes wie Tonkabohne, Afrikanische Salzperlen und Assam Pfeffer, der aussieht wie getrocknete Brombeeren.
Nicht zu vergessen natürlich der wöchentlich stattfindende Bauernmarkt mit regionalen Produkten, der Fahrrad-Shop, das Stoffgeschäft, die Blumenecke und der Esoterikladen. Klopapier bleibt eines der wenigen Produkte die es wirklich nicht am Markt zu kaufen gibt ;). Bücher online bestellen? Nicht nötig, denn gleich neben dem Markt befindet sich die städtische Büchereizweigstelle mit ihren rund 30.000 Medien!
In diesem Sinne: Lokal einkaufen lohnt sich, macht Spaß, spart Wege und damit CO2, hilft kleinen Betrieben durch die Krise und macht das Marktviertel zu einem lebendigen Ort!
Hier finden Sie übrigens eine Auflistung aller Stände und Geschäfte im Floridsdorfer Marktviertel!